Tourverlauf Cuatro Hermanos & Isla Tortuga: Das erwartet dich
Navigation & Vogelbeobachtung auf der Isla Tortuga
Der Tag beginnt bei unserer Agentur, wo wir dich auf einen ganzen Tag auf dem Wasser vorbereiten. Wir passen deine Schnorchelausrüstung an, sorgen dafür, dass alles bequem sitzt, und machen uns anschließend auf den Weg zum Hafen, um an Bord zu gehen.
Von Puerto Villamil aus fahren wir etwa 30 Minuten in Richtung Isla Tortuga. Schon diese erste Fahrt über den offenen Ozean stimmt dich auf das Abenteuer ein. Je näher wir der Insel kommen, desto mehr verändert sich die Landschaft: Aus dem offenen Meer werden zerklüftete Vulkanklippen, die von Meeresleben bedeckt sind.
Tortuga ist ein wichtiger Nist- und Ruheplatz für eine beeindruckende Vielfalt an Meeresvögeln. Du kannst Fregattvögel beobachten, die ihre auffälligen roten Kehlsäcke präsentieren, während Blaufußtölpel knapp über der Wasseroberfläche dahingleiten und manchmal direkt am Boot vorbeifliegen. Nazcatölpel kümmern sich zwischen den Felsen um ihre Nester und Küken, während Gabelschwanzmöwen und Lavasturmmöwen zwischen Insel und Meer unterwegs sind.
Behalte auch den Himmel im Blick. Immer wieder zeigt sich ein Rotschnabel-Tropikvogel – mit seinen langen Schwanzfedern gehört er zu den schönsten Vögeln, die du rund um Isabela beobachten kannst. In den wärmeren Monaten können zudem Zugvögel wie die Franklinmöwe für noch mehr Vielfalt in der Vogelwelt sorgen.
Auch die Insel selbst ist voller Leben: Meerechsen bedecken die vulkanischen Felsen und nutzen die Insel als Nistplatz. Sie zwischen den Meeresvögeln und den vulkanischen Formationen zu beobachten, vermittelt dir einen wunderbaren ersten Eindruck davon, wie eng die marinen und terrestrischen Ökosysteme der Galápagos-Inseln miteinander verbunden sind.
Nachdem wir Tortuga erkundet und die faszinierende Vogelwelt der Insel erlebt haben, richten wir unsere Aufmerksamkeit nun auf das, was unter der Wasseroberfläche liegt.
Schnorcheln im tiefen Wasser rund um Tortuga: auf der Suche nach Hammerhaien & Mantas
Bevor du ins Wasser gehst, prüft dein Guide die Bedingungen und erklärt dir die wichtigsten Sicherheitsregeln. Rund um Tortuga findet das Schnorcheln in einem stärker dem offenen Meer ausgesetzten und tieferen Gewässer statt. Deshalb ist es besonders wichtig, den richtigen Einstieg zu wählen und die aktuellen Bedingungen gut einzuschätzen. Der Meeresboden fällt von der Insel aus steil in den offenen Ozean ab. Dadurch entsteht ein faszinierender Übergang zwischen der vulkanischen Küste und dem tiefen Blau – dort, wo kleinere Riffbewohner auf deutlich größere pelagische Tiere treffen können.
Sobald du ins Wasser gehst, können dich große Fischschwärme umgeben. Grüne Meeresschildkröten können zwischen den Felsformationen auftauchen, während sich plötzlich Seelöwen zu dir ins Wasser gesellen können. Thunfische und Barrakudas ziehen durch die Schwärme, während Zackenbarsche, Papageifische und andere farbenprächtige Riffbewohner für noch mehr Vielfalt sorgen.
Die eigentliche Spannung beginnt jedoch, wenn du über das Riff hinaus ins tiefe Blau blickst. Hier rund um Isabela besteht die Möglichkeit, Galápagoshaie und Hammerhaie zu beobachten, ebenso wie Schwarzspitzen- und Weißspitzen-Riffhaie. Auch Adlerrochen und riesige Mantas können durch diese Gewässer ziehen.
Schnorcheln im tiefen Wasser ist etwas ganz anderes, als über einem flachen Riff zu schwimmen. Eine besondere Spannung liegt in der Luft, denn du weißt nie, was plötzlich aus dem Blau auftauchen könnte. In einem Moment beobachtest du vielleicht eine Schildkröte unter dir, im nächsten zieht ein großer Fischschwarm deinen Weg entlang oder ein Hai taucht aus der Tiefe auf.
Je nach Seegang, Sichtverhältnissen und dem Verlauf des Tages können wir rund um die Isla Tortuga bis zu zwei Schnorchelgänge machen. Dein Guide passt die Schnorchelspots an die aktuellen Bedingungen, die Sichtweite und die Aktivität der Tierwelt an, damit wir die verfügbare Zeit optimal nutzen können.
Wenn du gerade nicht im Wasser bist, kannst du dich auf dem Sonnendeck entspannen, weiterhin die Meeresvögel beobachten oder einfach die Weite des Ozeans rund um die Insel genießen.
Nach unserem Schnorchelerlebnis bei Tortuga setzen wir unsere Fahrt in Richtung Cuatro Hermanos fort.
Cuatro Hermanos: Versteckte Grotte & das offene Blau
Die Fahrt nach Cuatro Hermanos dauert etwa 45 Minuten. Während wir Tortuga hinter uns lassen, lohnt es sich, den Blick über den offenen Ozean schweifen zu lassen. Auch diese Gewässer werden von größeren Meerestieren besucht. Je nach Jahreszeit und Bedingungen können Mantas durch das tiefe Blau gleiten oder Delfine plötzlich neben dem Boot auftauchen. In den kühleren Monaten besteht außerdem die Möglichkeit, Grindwale und andere Wale zu beobachten.
Als Cuatro Hermanos in Sicht kommt, erheben sich vier vulkanische Felsen eindrucksvoll aus dem Meer. Wir fahren zunächst um die Felsformationen herum, bevor wir den größten der vier Inseln ansteuern. Dort erwartet dich eines der besonderen Erlebnisse des Tages: Wir fahren mit dem Boot in eine große Vulkangrotte hinein. Die beeindruckende Größe der Höhle vom Inneren aus zu erleben, eröffnet eine ganz neue Perspektive auf die vulkanische Landschaft. Anschließend machen wir uns für unseren ersten Schnorchelgang bereit und gehen direkt vor der Höhle ins Wasser.
Die Unterwasserwelt zeigt sich fast sofort. Große Schwärme von Doktorfischen und Kreolenfischen ziehen entlang der farbenprächtigen Vulkanwände, während Seeanemonen, Seepocken, Seesterne und Seegras die Felsen und Spalten bedecken.
In diesem Gebiet kommt außerdem die Wellington-Koralle vor – eine Korallenart, die lange als ausgestorben galt und erst vor Kurzem auf den Galápagos-Inseln wiederentdeckt wurde.
Anschließend geht es direkt in die Höhle. Je dunkler das Licht wird und je mehr dich die vulkanischen Wände umgeben, desto spannender wird das Erlebnis. Seelöwen können durch das Wasser gleiten, während sich rund um die Höhle und ihren Eingang gelegentlich Schwarzspitzen-Riffhaie aufhalten.
Wenn wir die Höhle wieder verlassen, folgen wir der Kontur des Felsens in Richtung tieferer Gewässer. Hier verändert sich auch das Schnorchelerlebnis erneut. Die geschützten vulkanischen Formationen weichen dem offenen Blau und schaffen neue Möglichkeiten, größeren pelagischen Arten wie Mantas und Galápagoshaien zu begegnen.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Felseninselchen, an dem der Meeresboden deutlich schneller in die Tiefe des offenen Ozeans abfällt. Dieser Wechsel der Wassertiefe zieht eine andere Meeresfauna an und macht das Gebiet besonders interessant für die Beobachtung von Weißspitzen- und Schwarzspitzen-Riffhaien sowie Adlerrochen.
Welcher dieser Bereiche ausgewählt wird, hängt von der Sichtweite, den Bedingungen auf dem Meer und der Dynamik der Gruppe ab. An besonders guten Tagen haben wir möglicherweise die Gelegenheit, beide Bereiche zu erkunden.